SFS steigert Ertragskraft deutlich

News - 22. Juli 2016

Die SFS Group steigerte die Profitabilität im ersten Halbjahr 2016 gegenüber der Vorjahresperiode deutlich und erreichte eine EBITA-Marge von 13.6%. Der Umsatz stieg um 2.7% auf CHF 689 Mio. Für das zweite Halbjahr erwartet SFS eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung.

Die SFS Group AG erreichte im ersten Halbjahr 2016 einen konsolidierten Umsatz von CHF 688.8 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 2.7% gegenüber der Vorjahresperiode. Das Wachstum resultierte aus Veränderungen im Konsolidierungskreis (+0.7%) und positiven Währungseffekten (+2.1%). Unter Ausklammerung dieser positiven Effekte verharrte der Umsatz praktisch auf Vorjahresniveau.

Die Entwicklung der einzelnen Segmente und Divisionen war jedoch stark unterschiedlich. Während die beiden Segmente Fastening Systems (+10.0%) und Distribution & Logistics (+0.8%) bei vergleichbaren Bedingungen gewachsen sind, nahm der Umsatz des Segments Engineered Components um 5.1% ab. Dieser Rückgang ist auf die Division Electronics zurückzuführen. Sie musste zusätzlich zur rückläufigen Nachfrage nach Festplatten-Laufwerken auch negative Effekte aufgrund der Produktlebenszyklen wichtiger Kundenprodukte und einen beschleunigten Auslauf bei den Handelsprodukten hinnehmen.

  in Mio. CHF Wachstum in %
Bruttoumsatz 1. Halbjahr 2015 670.4  
Einfluss positiver Währungseffekte 14.3 2.1
Veränderung im Konsolidierungskreis 4.7 0.7
Organisches Wachstum -0.6 -0.1
Bruttoumsatz 1. Halbjahr 2016 688.8 2.7

Rasche Erholung der Ertragskraft trotz anhaltender Frankenstärke erreicht

Sehr erfreulich hat sich die Ertragskraft entwickelt. Die EBITA-Marge beträgt im ersten Halbjahr 2016 13.6% (Vorjahresperiode 10.6%). In absoluten Zahlen verbesserte sich das Betriebsergebnis EBITA von CHF 70.4 Mio. im Vorjahr auf CHF 93.3 Mio. Dies entspricht einer Zunahme von 32.6%. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf verschiedene Faktoren und Massnahmen zurückzuführen. Einerseits trug das deutlich überdurchschnittliche Wachstum der Geschäftsaktivitäten mit hoher Wertschöpfung zu diesem guten Ergebnis bei, andererseits der kontinuierliche Upgrade der Produkteportfolios mit innovativen Produkten sowie die kontinuierliche Umsetzung von Verbesserungsprogrammen. Zudem hatten auch die wieder leicht verbesserte Währungsrelationen einen positiven Einfluss auf das Ergebnis sowie der Wegfall der ungünstigen Einmaleffekte nach Aufhebung der Mindestkursgrenze zum Euro vom 15. Januar 2015.

Der Unternehmensgewinn betrug CHF 47.1 Mio., was einer Steigerung um 48% gegenüber dem Ergebnis der Vorjahresperiode entspricht.

Deutliche Fortschritte an Schweizer Produktionsstandorten erzielt

Die gute Entwicklung der Ertragskraft ist auch auf die Verbesserungen in den schweizerischen Produktionsstandorten zurückzuführen. Die strategischen und strukturellen Massnahmen mit nachhaltiger Wirkung wurden wie geplant eingeleitet und teilweise bereits erfolgreich umgesetzt. SFS ist weiterhin überzeugt, sich auch aus der Schweiz erfolgreich im Markt behaupten zu können. Die nach dem Frankenschock ergriffenen Sofortmassnahmen wurden zu Jahresbeginn beziehungsweise Mitte Jahr wieder aufgehoben.

Um ausreichende Kapazitäten in der Wärmebehandlung für das zukünftige Wachstum sicherzustellen, wurde ein Investitionsprogramm für den Zeitraum bis 2019 von rund CHF 30 Mio. für neue Härteofenanlagen freigegeben. Davon werden rund zwei Drittel in der Schweiz investiert.

Aufgrund dieser Beurteilung wurde der nach dem 15. Januar 2015 beschlossene Einstellungsstopp für neue Mitarbeitende in der Schweiz aufgehoben. Es werden wieder, wo nötig und vertretbar, in moderatem Ausmass neue Arbeitsplätze geschaffen.

Stabile Bilanzrelationen gewahrt

in Mio. CHF 30.6.2016 31.12.2015
Nettofinanzvermögen 103.9 127.5
Eigenkapital
In % der Bilanzsumme
1'733.4
81.3
1'792.6
82.6

Das Nettofinanzvermögen betrug Ende Juni CHF 103.9 Mio. und liegt saisonal bedingt leicht unter dem Wert von Anfang Jahr. Aufgrund der Anwendung eines noch tieferen Diskontsatzes (0.25%) als Ende 2015 (0.75%) erhöhte sich der Barwert der Vorsorgeverpflichtungen gemäss IAS 19 massiv zulasten des Eigenkapitals mit brutto CHF 41 Mio. Trotzdem liegt die Eigenkapitalquote mit 81.3% weiterhin auf einem sehr soliden Niveau.

Segment Engineered Components

Fortschritte bei Profitabilität erzielt

in Mio. CHF (ungeprüft) 2016
1. Halbjahr
± Vj. 2015
1. Halbjahr
2014
1. Halbjahr
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar*
355.6 -0.7%
-5.1%
358.0 315.5
Nettoumsatz 363.0 0.4% 361.5 324.2
EBITDA
In % des Nettoumsatzes
98.6
27.1
21.3% 81.2
22.5
83.1
25.6
EBITA
In % des Nettoumsatzes
72.2
19.9
29.8% 55.6
15.4
60.6
18.7
Betriebliche Nettoaktiven 1'278.2 2.8% 1'243.0 1'166.0
Mitarbeitende (FTE) 5'320 -8.4% 5'806 4'644

* bei konstanten Währungskursen und gleichem Konsolidierungskreis

Das gute Momentum der Divisionen Automotive und Industrial setzte sich auch im ersten Halbjahr 2016 fort. Das erzielte Wachstum ist hauptsächlich dem erfolgreichen Hochlauf von Neuprojekten zuzuschreiben. Die Umsätze der Division Electronics wurden durch eine verhaltene Marktnachfrage nach wichtigen Kundenprodukten und dem beschleunigten Auslauf beim Handelsgeschäft belastet. Das Segment Engineered Components erzielte einen Umsatz von CHF 355.6 Mio. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang von 0.7%.

Die Profitabilität stieg markant auf eine EBITA-Marge von 19.9% (Vorjahresperiode: 15.4%). Gründe dafür sind die ergriffenen Massnahmen infolge der Aufwertung des Schweizer Frankens, Produktivitätsfortschritte, Skaleneffekte in den stark wachsenden Divisionen Automotive und Industrial und der Wegfall von negativen Einmaleffekten in der Vorjahresperiode.

Segment Fastening Systems

Attraktives Momentum fortgeführt

in Mio. CHF (ungeprüft) 2016
1. Halbjahr
± Vj. 2015
1. Halbjahr
2014
1. Halbjahr
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar*
176.7 11.9%
10.0%
157.9 167.5
Nettoumsatz 184.7 12.3% 164.4 175.5
EBITDA
In % des Nettoumsatzes
23.9
12.9
44.1% 16.6
10.1
22.2
12.6
EBITA
In % des Nettoumsatzes
15.9
8.6
78.0% 9.0
5.4
14.0
8.0
Betriebliche Nettoaktiven 306.8 3.5% 296.4 327.4
Mitarbeitende (FTE) 1'826 4.0% 1'756 1'648

* bei konstanten Währungskursen und gleichem Konsolidierungskreis

Das im zweiten Halbjahr 2015 erzielte Momentum setzte sich wie erwartet fort. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11.9% auf CHF 176.7 Mio. Das Wachstum ist dabei zunehmend breiter abgestützt. So tragen die verschiedenen Regionen aber auch die neuen Produkte zur Dynamik und zum positiven Ergebnis bei.

Die Verbesserung der Profitabilität resultierte aus Massnahmen zur Produktivitätssteigerung, der Lancierung von Neuprodukten und dem Wegfall von Einmaleffekten, welche die Rechnung der Vorjahresperiode belastet haben. Die EBITA-Marge stieg von 5.4% im ersten Halbjahr 2015 auf aktuell 8.6%.

Segment Distribution & Logistics

M2M-Logistiklösungen erfolgreich implementiert

in Mio. CHF (ungeprüft) 2016
1. Halbjahr
± Vj. 2015
1. Halbjahr
2014
1. Halbjahr
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar*
156.5 1.3%
0.8%
154.5 162.2
Nettoumsatz 159.5 1.5% 157.2 165.7
EBITDA
In % des Nettoumsatzes
16.2
10.2
38.7% 11.7
7.4
18.0
10.9
EBITA
In % des Nettoumsatzes
12.7
8.0
62.9% 7.8
5.0
14.2
8.6
Betriebliche Nettoaktiven 159.4 -3.0% 164.3 159.8
Mitarbeitende (FTE) 612 -4.7% 642 619

* bei konstanten Währungskursen und gleichem Konsolidierungskreis

Das Segment Distribution & Logistics, das sich fast ausschliesslich auf Kunden in der Schweiz fokussiert, bewegte sich weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Die Auswirkungen des erstarkten Schweizer Frankens sind insbesondere bei der Nachfrage der industriellen Kunden noch immer spürbar. Der Hochlauf von Neukundenprojekten, die insbesondere aufgrund der hohen Kompetenz in der C-Teile-Logistik gewonnen wurden, lieferte dazu einen wesentlichen Beitrag. Im ersten Halbjahr 2016 erzielte das Segment einen Umsatz von CHF 156.5 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 154.5 Mio.).

Die Profitabilität von Distribution & Logistics konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert werden. Die EBITA-Marge stieg von 5.0% im ersten Semester 2015 auf aktuell 8.0%, einem Niveau, das vor der Aufwertung des Schweizer Frankens erreicht wurde. Neben operativen Fortschritten ist dies hauptsächlich auf den Wegfall der Einmaleffekte in der Vorjahresperiode zurückzuführen. Die Währungsrabatte, die damals aufgrund der Erstarkung des Schweizer Frankens gewährt wurden, reduzierten die Margen und verursachten Abschreibungen auf den bestehenden Lagerbeständen.

Kontinuierliche Geschäftsentwicklung erwartet und Guidance bestätigt

Trotz den im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserten Währungsrelationen rechnet SFS für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der in Aussicht gestellten Bandbreite von 2–4%. Hauptursache für diese Abweichung ist der erwähnte, rascher als erwartete Auslauf des Handelsgeschäfts bei der Division Electronics.

Anderseits erwarten wir für das ganze Geschäftsjahr eine EBITA-Marge am oberen Ende der kommunizierten Bandbreite von 13–14 % und damit mit einer deutlichen Verbesserung zum Wert des Vorjahres von 12.5% (EBITA-normalisiert).

Diese Schätzungen basieren auf der Annahme konstanter Wechselkurse (analog zum ersten Halbjahr 2016) und vergleichbarer konjunktureller Rahmenbedingungen.

Den Halbjahresbericht 2016 finden Sie unter www.sfs.biz / Investoren.

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